Sehr geehrter Herr Huber,
der Artikel in der Badischen Zeitung: „Initiative, die
auf Verwunderung stößt“, und Ihr Kommentar: „Eine neue Suppe kochen“, gehören
zu den Unterlagen des Arbeitskreises
Markgräflerland.
Ich gebe zu, manchmal verstehe ich als „Neu-Bamlacher“
einige Dinge nicht.
Der Artikel und Ihr Kommentar in dem Sie Bürgermeister
Dr. Hoffmann für sein Vorgehen indirekte Vorhaltungen machen, ist für mich eine
kleine Überraschung, wie auch Ihre Fragestellung und Ausführung, wozu ein neuer
Verband, wenn es doch bereits bestehende Strukturen gibt.
Dr. Hoffmann macht mit seiner neuen Einsicht, dass man
den Tourismus gemeinsam unterstützen muss, alles richtig.
Wenn man alle persönlichen Animositäten ausklammert,
muss man zugeben, eine „Marke Markgräflerland“ ist der einzige Weg, um das
Wegbrechen der Übernachtungszahlen aufzuhalten. Man muss dem Bad Bellinger
Bürgermeister zugestehen, es ist richtig, dass er den Anstoß zur Entwicklung
der „Marke Markgräflerland“ unternommen hat.
Einspruch kann man anmelden, über den Weg wie Herr
Hoffmann den Versuch eine „Marke Markgräflerland“ an den Start zu bringen
eingestielt hat. Weiter ist zu beanstanden, dass Herr Hoffmann seine
Wahlkampf-Aussagen und Bürgermeisterpflichten erst jetzt nach 10 Jahren
Amtszeit wahrnimmt. Noch unverständlicher ist, dass er in den letzten drei
Monaten seiner Bürgermeister- Tätigkeit (er ist als Bundestags-Abgeordneter auf
dem Weg nach Berlin) ein so großes Projekt anschieben will. Die Region braucht
eine gemeinsame „Marke Markgräflerland“ unbedingt. Alle Belegungszahlen sind
rückläufig. Dr. Hoffmann geht nach Berlin. Wir im Markgräflerland sollten
vorwärts gehen und die bestmögliche, erfolgreichste Lösung für eine gemeinschaftliche
bessere Zukunft finden.
Nach dem ich einer der wenigen Interessenten beim
Interkommunalen Tourismusmarketing am 24.5.2017 war, der zugehört hat (die
Badische Zeitung berichtete ausgiebig über die Veranstaltung), ist mir als
Betroffener und Betreiber eines Golfhotels und dem Drei Thermen Golfresort klar
geworden, eine „Marke Markgräflerland“ ist das „Ei der Kolumbus-Lösung“, um den
immer weiter fortschreitenden Niedergang der Übernachtungszahlen im ganzen
Markgräflerland aufzuhalten.
Seit dem ich die Vorträge von dem Geschäftsführer der
Hochschwarzwald Touristik GmbH Thorsten Rudolph und von Professor Valentin
Weislämle gehört (erlebt) habe, beschäftige ich mich mit diesem Thema.
Mit dem Drei Thermen Golfresort (DTGR) haben wir 400
privatwirtschaftliche Akteure zu einer Info-Veranstaltung der „Marke
Markgräflerland“ angeschrieben, bei der Herr Rudolph und Herr Professor
Weislämle vorgetragen haben.
Es waren 56 Personen unserer Einladung gefolgt. Aus
der Versammlung haben wir einen Arbeitskreis gebildet. Leider war der Bericht
in der Badischen Zeitung nicht sehr unterstützend. Es fängt schon damit an,
dass im Artikel von nur 30 Teilnehmern berichtet wurde.
Davon habe ich mich nicht beirren lassen, denn ich bin
überzeugt, dass nur ein Aufbauen und Betreiben einer Werbegemeinschaft „Marke
Markgräflerland“ den Tourismus voran
bringen würde. Mit unserem Arbeitskreis „Marke Markgräflerland“ werden wir
einige Meetings abhalten und wollen am 31.7.2017 bei unserem letzten Treffen im
Beisein von Professor Weislämle, der Presse eine
PowerPoint-Präsentation überreichen. Gleichzeitig werden wir allen
Bürgermeistern in der Region eine Studie zukommen lassen, mit der Bitte um
einen gemeinsamen Termin.
Jeder, dem das Markgräflerland am Herzen liegt, sollte
mithelfen, denn es könnte ja sein, dass wir alle aus dem Flickenteppich der
Werberegion eine „Marke Markgräflerland“ als eine Einheit aufbauen können. Als
Zeitungsmacher sind Sie ja auch mit Außendarstellung und Werbung vertraut.
Bitte betrachten Sie ganz objektiv die Zerrissenheit der touristischen
Außendarstellung des Markgräflerlandes und informieren Sie die Öffentlichkeit,
was zu tun wäre. Die Presse kann das. Eine Verbesserung müsste auch in Ihrem
Sinne sein. Als Journalist haben sie große Einflussmöglichkeiten, um Meinungen
zu bewegen und das würde dann zum Wohle des Markgräflerlandes geschehen.
Es ist unumstößlich, ohne eine gemeinsame „Marke
Markgräflerland“, wird Tourismus in der Region immer mehr provinziell.
Gerne würde ich mich mit Ihnen über dieses Thema
austauschen. Für die Region wäre es wichtig, die Presse für dieses Projekt mit
im Boot zu haben. Mir ist klar, dass es ohne Ihre Unterstützung bei dem
Werbe-Flickenteppich bleibt.
Für ein Gespräch stehe ich Ihnen jederzeit zur
Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Heinz Wolters