Freitag, 14. Juli 2017

Offener Brief an den Chefredakteur der Badischen Zeitung


Sehr geehrter Herr Huber,
der Artikel in der Badischen Zeitung: „Initiative, die auf Verwunderung stößt“, und Ihr Kommentar: „Eine neue Suppe kochen“, gehören zu den Unterlagen  des Arbeitskreises Markgräflerland.
Ich gebe zu, manchmal verstehe ich als „Neu-Bamlacher“ einige Dinge nicht.
Der Artikel und Ihr Kommentar in dem Sie Bürgermeister Dr. Hoffmann für sein Vorgehen indirekte Vorhaltungen machen, ist für mich eine kleine Überraschung, wie auch Ihre Fragestellung und Ausführung, wozu ein neuer Verband, wenn es doch bereits bestehende Strukturen gibt.
Dr. Hoffmann macht mit seiner neuen Einsicht, dass man den Tourismus gemeinsam unterstützen muss, alles richtig.
Wenn man alle persönlichen Animositäten ausklammert, muss man zugeben, eine „Marke Markgräflerland“ ist der einzige Weg, um das Wegbrechen der Übernachtungszahlen aufzuhalten. Man muss dem Bad Bellinger Bürgermeister zugestehen, es ist richtig, dass er den Anstoß zur Entwicklung der „Marke Markgräflerland“ unternommen hat.
Einspruch kann man anmelden, über den Weg wie Herr Hoffmann den Versuch eine „Marke Markgräflerland“ an den Start zu bringen eingestielt hat. Weiter ist zu beanstanden, dass Herr Hoffmann seine Wahlkampf-Aussagen und Bürgermeisterpflichten erst jetzt nach 10 Jahren Amtszeit wahrnimmt. Noch unverständlicher ist, dass er in den letzten drei Monaten seiner Bürgermeister- Tätigkeit (er ist als Bundestags-Abgeordneter auf dem Weg nach Berlin) ein so großes Projekt anschieben will. Die Region braucht eine gemeinsame „Marke Markgräflerland“ unbedingt. Alle Belegungszahlen sind rückläufig. Dr. Hoffmann geht nach Berlin. Wir im Markgräflerland sollten vorwärts gehen und die bestmögliche, erfolgreichste Lösung für eine gemeinschaftliche bessere Zukunft finden.
Nach dem ich einer der wenigen Interessenten beim Interkommunalen Tourismusmarketing am 24.5.2017 war, der zugehört hat (die Badische Zeitung berichtete ausgiebig über die Veranstaltung), ist mir als Betroffener und Betreiber eines Golfhotels und dem Drei Thermen Golfresort klar geworden, eine „Marke Markgräflerland“ ist das „Ei der Kolumbus-Lösung“, um den immer weiter fortschreitenden Niedergang der Übernachtungszahlen im ganzen Markgräflerland aufzuhalten.
Seit dem ich die Vorträge von dem Geschäftsführer der Hochschwarzwald Touristik GmbH Thorsten Rudolph und von Professor Valentin Weislämle gehört (erlebt) habe, beschäftige ich mich mit diesem Thema.
Mit dem Drei Thermen Golfresort (DTGR) haben wir 400 privatwirtschaftliche Akteure zu einer Info-Veranstaltung der „Marke Markgräflerland“ angeschrieben, bei der Herr Rudolph und Herr Professor Weislämle vorgetragen haben.
Es waren 56 Personen unserer Einladung gefolgt. Aus der Versammlung haben wir einen Arbeitskreis gebildet. Leider war der Bericht in der Badischen Zeitung nicht sehr unterstützend. Es fängt schon damit an, dass im Artikel von nur 30 Teilnehmern berichtet wurde.
Davon habe ich mich nicht beirren lassen, denn ich bin überzeugt, dass nur ein Aufbauen und Betreiben einer Werbegemeinschaft „Marke Markgräflerland“  den Tourismus voran bringen würde. Mit unserem Arbeitskreis „Marke Markgräflerland“ werden wir einige Meetings abhalten und wollen am 31.7.2017 bei unserem letzten Treffen im Beisein von Professor Weislämle, der Presse eine PowerPoint-Präsentation überreichen. Gleichzeitig werden wir allen Bürgermeistern in der Region eine Studie zukommen lassen, mit der Bitte um einen gemeinsamen Termin.
Jeder, dem das Markgräflerland am Herzen liegt, sollte mithelfen, denn es könnte ja sein, dass wir alle aus dem Flickenteppich der Werberegion eine „Marke Markgräflerland“ als eine Einheit aufbauen können. Als Zeitungsmacher sind Sie ja auch mit Außendarstellung und Werbung vertraut. Bitte betrachten Sie ganz objektiv die Zerrissenheit der touristischen Außendarstellung des Markgräflerlandes und informieren Sie die Öffentlichkeit, was zu tun wäre. Die Presse kann das. Eine Verbesserung müsste auch in Ihrem Sinne sein. Als Journalist haben sie große Einflussmöglichkeiten, um Meinungen zu bewegen und das würde dann zum Wohle des Markgräflerlandes geschehen.
Es ist unumstößlich, ohne eine gemeinsame „Marke Markgräflerland“, wird Tourismus in der Region immer mehr provinziell.
Gerne würde ich mich mit Ihnen über dieses Thema austauschen. Für die Region wäre es wichtig, die Presse für dieses Projekt mit im Boot zu haben. Mir ist klar, dass es ohne Ihre Unterstützung bei dem Werbe-Flickenteppich bleibt.
Für ein Gespräch stehe ich Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Heinz Wolters