Farbe bekennen
Endlich ist der neue Bürgermeister im Amt. Nach 6 Monaten Warteschleife und Stillstand fühlt sich das Geschehene wie „die Berliner GroKo“ an.
Im Mai 2017 war es eine Nachricht, dass der vor 2 Jahren neugewählte Bürgermeister Dr. Hoffmann bereitet seinen Abgang vor. Es kam zum Stillstand, denn der Schliengener Bürger organisierte einen intensiv geführten Wahlkampf um als FDP-Bundestagsabgeordneter nach Berlin gewählt zu werden.
Mit der Bundestag-Wahl im September und den einzuhaltenden Fristen konnte dann endlich am 11. November, die Bewerbung für das Bürgermeisteramt gestartet werden. Drei Bewerber hatten Ihren Hut in den Ring geworfen.
Drei unterschiedliche Kandidaten mit absolut unterschiedlichem beruflichen Werdegang und unterschiedlichen Wohnorten hatten den Berufswunsch, das Amt des Bürgermeisters von Bad Bellingen zu erobern. Es gab drei unterschiedliches herangehen und Wahlkampf-Konzepte in denen alle Kandidaten versuchten die Bürger für sich einzunehmen. Die Gemeinde diskutierte und war sich nicht schlüssig.
Bürgermeister sind Politiker, sie werden gewählt. Was gibt den Ausschlag? Die wahrgenommene Persönlichkeit, die Wahlkampfversprechen und die Intensität der Wahlkampfbemühungen. Alle drei Kandidaten hatten den niederliegenden Tourismus in der Gemeinde als Hauptthema im Programm.
Alles Schnee von gestern, jetzt gilt das Programm des gewählten Bürgermeisters Dr. Carsten Vogelpohl.
Doktor der Politikwissenschaft, tätig in Berlin als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bundestagsabgeordneten Markus Grübel. Seit 6 Jahren Leiter des Wahlkreisbüros von dem Bundestagsabgeordneten Armin Schuster in Lörrach.
Nach Aussagen des neuen Bürgermeisters vertraut er der erfahrenen Verwaltung der Gemeinde in Bad Bellingen. Will wie alle Verantwortlichen in der Gemeinde Einfluss auf die Deutsche Bundesbahn nehmen um die Umstände für die Bürger zu verbessern.
In all seinen Wahlkampfaussagen hat der neu ins Amt gekommene Bürgermeister sich dahin gehend geäußert, dass er neue Baugebiete in allen Ortsteilen ausweisen will, um preiswerten Baugrund für die Bürger zu generieren. Die Weiterentwicklung des Kurortes will Dr.Vogelpohl mit den Bürgern, den Akteuren des Gewerbe und Tourismus offen diskutieren. Ziel sei es ein Konzept für Bad Bellingen bis 2050 zu entwerfen. Dreißig Jahre Zukunft Entwicklung verlangt auch eine lange Zeitspannen-Rückschau.
Vor 20 Jahren gab es noch 400.000 jährliche Übernachtungen. Die zurzeit vom statistischen Amt aufgelisteten Übernachtungen sind auf 200.000 Übernachtungen abgesunken, dies ist das traurige Ergebnis der letzten Jahre.
80.000 Camping- und 60.000 Thermen-Hopperplätze, 30 Klinik-Übernachtungen lassen wenige Buchungen für die 29 Beherbergungsbetriebe die noch offiziell Betriebe betreiben übrig. Man lebt von Messebesuchern, Reisenden und Handwerkern. Kuren mit Thermennutzung und Betreuung durch einen Badearzt müsste die BUK aufzeigen können. Bei der Wahlkampfveranstaltung im Storchen wurde Dr. Vogelpohl von einer Bürgerin aufgefordert: ein Bürgermeister muss in die Hände spucken und voran gehen und etwas bewirken. Dr. Vogelpohl äußerte sich den Zuhörern dahingehend: „Neben den Plänen für ein 4 Sterne-Hotel hält er die Idee für ein günstiges Budget-Hotel für interessant, mit dem man jüngeres Publikum in den Kurort locken könnte. Die Frage muss erlaubt sein: „womit denn locken“? An was haben junge Leute Spaß?
Ein Hotel an der Autobahn, direkt neben den Zuggleisen und neben der Therme war jahrelang das Lieblingsprojekt von Dr. Hoffmann. Insider bescheinigen dem Projekt keine Chance. Die ortsansässigen Betreiber von den Beherbergungsbetrieben halten gar nichts von diesen Plänen. Es wurde Tourismus versprochen und es wird Tourismus gefordert. Mit den Aussagen: „das Projekt Golfhotel in Bamlach müsse ökonomisch und ökologisch nachhaltig sein“. „Es ist mit vielen Fragezeichen behaftet“, damit hat sich der damalige Bürgermeisterkanditat in seiner Wahlkampfveranstaltung im Storchen sehr weit aus dem Fenster gelehnt. Als Bürgermeister holt ihn diese Aussage ein. Diese Feststellung im Wahlkampf überrascht dann doch, weil Dr. Vogelpohl am 14.11.2017 in einem Gespräch bei uns im Clubhaus (über fast 2 Stunden), alle Zusammenhänge ausführlich erklärt wurden. Es muss Ihm doch klar geworden sein, dass ein Rechtsanspruch besteht, zumindest auf Schadensersatz.
Zu der Frage ökologisch: das 16.000 große Grundstück ist im Flächennutzungsplan eingetragen, das mit dem Regionalplan als Sonderfläche für Hotel im Grünzug korrespondiert. Der Grünzug ist viele mal durch Bebauung des Campingplatzes, den 7 Häusern „am Golfplatz 1“, dem Clubhaus mit Lager-Büro-Wohnhaus durchbrochen worden. Das Grundstück „Golfhotel B15“ ist von den Behörden für ein Golfhotel von Grünzugauflagen befreit worden. Die Fläche des Grundzuges besteht weiter noch aus einem Schrebergarten, zwei Spielbahnen des Golfplatzes und der Rest ist ausschließlich Wiese und ist im Flächennutzungsplan als „Sonderfläche Hotel“ eingezeichnet.
Zu der Frage ökonomisch: der Standort „Golfhotel B15“ gegenüber dem Golf-Clubhaus in Bamlach ist das wirtschaftliche Herzstück des Drei Thermen Golfresorts. 140 Premium-Qualitätsbetten mit 3.000 qm Wellnessangebot, mit beheiztem Innen- sowie Aussenschwimmbecken, dazu 800 qm Tagungsräume, die man auch für Festräume nutzen kann. Das wichtigste aber sind die 4 Golfplätze und die 2 Clubhäuser. Der Standort ist höchstwahrscheinlich der lukrativste Golfhotel-Standort in ganz Deutschland. Bad Bellingen ist von jeder größeren Stadt in Deutschland und der Schweiz direkt über die Autobahn zu erreichen. 20 Millionen Menschen (davon 600.000 Golfer) leben in „Autoreise- Entfernung“, dazu das beste Golfwetter in der Saison in ganz Deutschland, (die Wochen länger ist, als bei den Mitbewerbern). Also der Standort ist Tripple A, die Landschaft ist wie gewünscht.
Zum Schluss der Aufzählungen: es gibt schriftliche Protokolle die bezeugen, dass das Grundstück dem Käufer von dem Verkäufer, also der Gemeinde zur Bebauung für ein Hotel auf der Sonderfläche im Grünzug zugesagt wurde. Es gibt ein belastbares Gutachten, das bei einer konservativen Berechnung mit 50% Belegung ausweist, dass jedes Jahr 400.000,00 Euro Abgaben in die Gemeindekasse fließen. Die Erklärungen sollten genügend zu den ökologischen Fragen sein. Alle Angaben sind auch nachprüfbar und somit sind die Fragen des Bürgermeisters Dr. Carsten Vogelpohl beantwortet.