Samstag, 17. Februar 2018

Zu einem neuen Antrag gehört zuerst die Aufarbeitung des alten Antrags




Zu einem neuen Antrag gehört zuerst die   Aufarbeitung des alten Antrags

Lügen und Falschaussagen
in der Gemeinderatssitzung am 20.03.2017

Seit 2008 haben wir über den Städteplaner Dr. Fahle einen Bebauungsplan für das Golfhotel auf dem Grundstück B15 bei der Verwaltung von Bad Bellingen beantragt. Es gab mehrere Anträge und auch immer wieder schriftliche Absagen durch den Bürgermeister Dr. Hoffmann. Er hat uns immer wieder, im Namen aller Gemeinderatsmitglieder mitgeteilt, dass mein Antrag auf Erstellung eines Bebauungsplanes für ein Golfhotel abgelehnt wird.
Dr. Hoffmann forderte mich 2012 auf, „bringen Sie ein Projekt, Pläne und einen Investor.
Wir entwickelten das Golfresort und das Hotel Hebelhof weiter. Wir planten das Projekt Premium Golf- und Tagungshotel am Quellenhof. Wir machten viel Druck mit Briefen und Pressenachrichten.
Am 22.02.2016 wurde eine Gemeinderatssitzung anberaumt. In dieser Sitzung wurden die rechtlichen Grundlagen des Antragstellers verletzt. Die Forderung des Anwalts über die angestellten Erwägungen sei schwierig und so ist die Entscheidung der Gemeinde über den Antrag unseres Mandanten geltendes Recht verletzt und ist bis zum 31.01.2017 der Ratsbeschluss aufzuheben.
Es war allen klar, dass der Beschluss der Gemeinderatssitzung vom 22.02.2016 aufgehoben würde. Sei es durch ein Gericht oder dem Bürgermeister. Am 20.03.2017 wurde zu einer Gemeinderatssitzung einberufen. In meiner Begleitung waren zwei Anwälte, ein Gutachter, ein Städteplaner und der Architekt des Projektes.
Mit größter Unverfrorenheit hat der damalige Bürgermeister Dr. Hoffmann sich bei der Gemeinderatssitzung am 20.03.2017 hingestellt und alles in Frage gestellt. Er hat wissentlich Sachumstände unwahr dargestellt das ist unbegreiflich.
Die vorgebrachten Verhinderungsgründe von Dr. Hoffmann werden nachfolgend Einzel besprochen.

Rollladensiedlung:   
Zu dem Vorwurf Rollladensiedlung muss folgendes gesagt werden: alle Beherbergungsbetriebe in Bad Bellingen haben eine jährliche Belegung von 36%. Der Hebelhof hat eine jährliche Belegung von fast 50% und die Appartements haben weniger. Wenn die Appartements nicht belegt sind, lässt die Hotelleitung bewusst die Rollläden an der Straße runter um Energie zu sparen und es Einbrechern schwer zu machen. Seit dieser Aussage von Herrn Fuchs bei der Gemeinderatssitzung lassen wir die Rollläden bei den Appartements oben.

Neuer Regionalplan:
Für Herrn Dr. Hoffmann ein Hindernisgrund für das Hotel. Das hat er immer wieder vorgebracht und erst müsse ein neuer Regionalplan erstellt werden, erst dann kann über das Projekt Golfhotel neu beraten werden. Als Erstes muss dabei festgehalten werden, es gibt einen Regionalplan. Im Flächennutzungsplan ist das Grundstück „B15“ mit 1,8 Hektar als Flächennutzung für ein Golfhotel ausgewiesen und steht im Einklang mit dem geltenden Regionalplan. Aus diesem Grund muss jeder Widerspruch gegen den bestehenden Regionalplan abgelehnt werden. Nur bei einer Scheinplanung statt einer Hotelnutzung ein „dauerhaftes wohnen“, wäre ein Widersprechen gegen den Regionalplan möglich. Das ist aber nicht der Fall, und es ist bewiesen, dass von Bauträgerseite eine Baulast: „nur für wechselnde Personen“ gewünscht wird. In einem Statement des Tourismus Direktors vom 10.09.2017 hat Herr Hallebach notiert: „ Hoffmann sagte selbst, dass sein Argument mit dem Regionalplan in der Tat nicht haltbar sei, weil eben nur vorgeschoben und somit rechtlich schwer aufrecht zu halten ist. Er erwähnte, er sei hier mit der Landrätin auf einer abgestammten Linie“.

Lage des Hotels im Grünzug:
Es ist aktenkundig, dass die Fläche von Seiten der Gemeinde als Sondergebiet im Grünzug festgeschrieben wurde, auf dem ausdrücklich ein Hotel genehmigt wird.

Freie Aussicht über das Dorf- Rhein- Elsass und Vogesen:
Es gibt keine freie Aussicht von der Römerstrasse auf das Dorf. Das einzig zu sehende Gebäude ist die Kirche. Die Bepflanzung des Golfplatzes verhindert die Sicht auf die Wohngebäude von Bamlach. Den Rhein kann man an der Stelle der Römerstrasse überhaupt nicht sehen, dafür die Bergkette der Vogesen. Zudem muss darauf hingewiesen werden, dass die Gebäude des Hotelanwesens unter Straßen Level Römerstrasse liegen. Darauf ist vom Architekten bei der Planung geachtet worden.

Verkehr bei an- und abreisenden Gästen:
Das Fadenscheinigste Argument gegen das Golfhotel der „Belchenstrasse Bürger“ die sich gegen den Verkehr beschweren, fahren selbst jeden Tag in die Schweiz. Familie Junker hat 4 Autos angemeldet, Familie Epkings nutzen 6 Autos. Das rasante Anwachsen der Bewohner in Bamlach führt automatisch zu mehr Verkehr im Ort. Bei mehrfacher Zählung wurde beweisfähig, dass 70% Durchgangsverkehr von der B3 oder Römerweg zum Ort fährt. Dass es durch das Hotel mehr Verkehr gibt ist unlogisches Denken. Der Lieferverkehr wird ausschließlich über die B3 erfolgen. Fakt ist: Bei schönem Wetter, mit viel Tageslicht können 400 Startzeiten angeboten werden. Das passiert zehn Mal in der Saison. Von Hebelhofgästen werden hundert Startzeiten wahrgenommen und da fahren alle über den Römerweg. Gäste aus dem Golfhotel beanspruchen hundert Abschlagszeiten und somit sind für die anreisenden Golfer nur noch 200 Startzeiten möglich. Zwei Personen pro Auto, das sind 100 Autos die auf vier verschiedenen Zufahrten die Golfanlage erreichen. Der ganze Verkehr fließt über 10 Stunden. Das sind etwa drei Autos pro Stunde hin und jeweils zurück. In den 6 Monaten „of Saison“ kann man überhaupt nicht über Verkehr sprechen. Im Gegensatz zur Badstrasse, am Kurpark vorbei, dort wird bald eine Fußgängerampel benötigt, damit man die Straße überqueren kann. Die Aussage von Frau Morath, die als Ratsherrin alles mit angeschoben und genehmigt hat, sollte damit entkräftet sein. Ganz Bad Bellingen besteht aus Wohnstraßen.

Schmutzwasserleitung: .
Dass, Dr. Hoffmann das Argument gegen ein Hotel auf dem „B15 Grundstück“ verwendet ist unverschämt. Das macht er bewusst. Bürgermeister Dr. Hoffmann wusste zu diesem Zeitpunkt, als er das bei der Sitzung vorbrachte, dass unter der Straße im Zusammenhang mit dem geplanten Hotel eine Schmutzwasserleitung mit größerem Durchmesser eingebaut wurde. Es wurden zwei Abzweigungen zum B15-Grundstück eingebaut. Aus diesem Grund habe ich ein Drittel der Straßenbau Maßnahmekosten bezahlt.


Wolfgang Müller, überlaufende Teiche:
Ich muss Herrn Müller widersprechen, es hat noch kein Überlaufen der Teiche auf der Golfanlage gegeben.

Finanzierungskonzept:
Der Gutachter für Golf-Wirtschaftlichkeitsbewertungen Jürgen Kreuer aus Wuppertal weist in seinem Gutachten darauf hin, dass der vereidigte Sachverständige Herr Ludin  bestätigt, die Planung ist ein Hotel und die Finanzierung ist nicht unüblich. Die DEHOGA hat zum gleichen Thema Stellung bezogen und hat Bürgermeister Dr. Hoffmann darauf hingewiesen, dass die von dem Bauträger Wolters gewählte Finanzierungsart über Teileigentum von einzelnen Appartements (Suiten) und Vermietung durch den Hotelbetrieb durchaus im heutigen Finanzierungsbild „Hotel“ üblich sind. Der Tourismus-Direktor Herr Hallebach hatte Dr. Hoffmann ausführlich über seine Recherchen informiert, dass keine Bank in Deutschland Ferienimmobilien finanziert und dass größere Investitionen in Hotels ausschließlich über Teileigentum finanziert werden. Als Bauträger bekommt man den Kaufpreis (wenn noch gebaut werden soll) in sieben Raten. Die erste Rate für das Grundstück, Pläne, Genehmigung wird bei Unterzeichnung des Notarvertrages mit 30% des Kaufpreises fällig. Alle weiteren Zahlungen werden nach erbrachter Leistung in sechs Raten bezahlt.

Hotelauslastung:
Hotelauslastung mit 40 Prozent anzugeben, ist bewusst kaputt reden. Die Belegungszahlen für die ganzen Bad Bellinger Beherbergungsbetriebe liegen bei 36%. Mit einem großen Wellnessangebot und einer hochklassischen Küche, Tagungen und die Möglichkeit große Feste zu feiern ist der Businessplan auf 50% ausgerichtet, wissen aber, dass 60% auch möglich sind
.
Was Landschaft letztlich einem Wert ist:
Die Frage von Dr. Hoffmann an die Ratsmitglieder und der Presse zeigt wie schmerzfrei der Bürgermeister mit seinen Baufehlern umgeht. Wenn man die ganzen Bausünden, die der Verwaltungschef in seiner Amtszeit als Bürgermeister zu verantworten hat, aufzählen würde, käme man mit zehn Fingern nicht aus. Nach der Genehmigung der Wald- Hügellandschaft seitlich an der Hertingerstrasse, darf Dr. Hoffmann sich nicht mehr als grüner Politiker bezeichnen.


Gemeinderat folgt dem Verwaltungschef
Der Tourismusdirektor Herr Hallebach bekam von Dr. Hoffmann den Auftrag mit dem Golfresort-Betreiber zu verhandeln. Sollten die Bedenken obsolet werden, wird der Bürgermeister den Gemeinderat beeinflussen, die Golfhotel-Genehmigung als genehmigungsfähig abzustimmen. Es ist immer eine Frage der Darstellung, ist Dr. Hoffmann zitiert worden.

Erklärung des Gemeinderatsmitgliedes Herrn Gerspacher, warum er für den Antrag gestimmt hat:
Die letzten Sätze im Pressebericht, über die Gemeinderatssitzung vom 20.03.2017 in der über den Antrag für ein Golfhotel beraten wurde, sind gruselig. Herr Gerspacher begründete sein Entscheidungsverhalten mit den Sätzen: „Das Hotel sei nun schon mehr als 20 Jahre Thema im Gemeinderat. Es sei Zeit das Projekt in Angriff zu nehmen, da zudem für ein hochwertiges Hotel auf dem gemeindeeigenen Gelände beim Thermalbad bisher kein Investor gefunden wurde. Diese Aussage war brutal. Es war das erste Mal „in 10 Jahren von Dr. Hoffmanns Bürgermeisteramtszeit“, dass ein Ratsmitglied ehrlich seine Entscheidung begründet hatte. Man hat dem Bebauungsplanantrag für das Golfhotel nicht zugestimmt, weil man einen Investor für ein Thermenhotel nicht verschrecken wollte. Endlich mal einer ehrlich. Das Verhalten aller Entscheider hatte bisher großen finanziellen Schaden für den Betreiber des Drei Thermen Golfresorts und für nachhaltigen Tourismus in der Gemeinde.