Es geht auch um Anstand und Ehrlichkeit
Schon vor Jahren hat das Gemeinderatmitglied Herr Weisenseel in der Badischen angemahnt: „Wir sind Wolters im Wort.“
Diese öffentliche Ermahnung des langjährigen Gemeinderatmitgliedes habe ich nie vergessen, denn Herr Weisenseel wollte allen Gemeinderäten damit ans Gewissen appellieren. Einer mit Anstand. Er hat schon verstanden, dass man mich benutzt hat.
Kürzlich haben neu ins Amt gewählte Ratsmitglieder bei ihren Gemeinderatsamtsvorgängern zu dem Geschehen in der Vergangenheit nachgefragt.
Ratsmitglieder die mehr als 15 Jahre die Geschichte der Gemeinde mitentschieden haben, müssten sich eigentlich erinnern.
Bei der letzten Gemeinderatssitzung in der mein Antrag behandelt wurde, hatte ein Ratsmitglied mit der Begründung für meinen Antrag mit der Erklärung gestimmt: „Wir besprechen nun seit 20 Jahren das Golfhotel, wir sollten jetzt endlich dem Antrag zustimmen, vor allem weil wir gelernt haben, das wir keinen Investor für ein hochwertiges Hotel auf dem Thermen Grundstück finden.“
Wenn ich die Gelegenheit bekomme, hinterfrage ich Ratsmitglieder aus der Zeit vor 10 und mehr Jahren. Bei einem Gespräch wurde mir kürzlich bestätigt, ja wir sind Wolters im Wort und er habe das dem neuen Bürgermeister in einem Gespräch ausführlich erklärt. Erwähnenswert ist die Bemerkung in dem Gespräch, die Gemeinde habe für den Preis von Bauland dem Betreiber des Golfresorts das Grundstück verkauft und ihm die Zusage gegeben, einen Bebauungsplan für ein Hotel aufzustellen. Nach 15 Jahren war dem Ratsmitglied das Geschehen um den Verkauf und der Zusage für das Hotel noch präsent.
Selbst der nach Berlin abgewanderte Ex-Bürgermeister Dr. Hoffmann ist dem Bürger Wolters im Wort. In seinen Wahlkampfreden mit der Dr. Hoffmann den damals amtierenden Bürgermeister Kurbjuweit aus dem Amt hat wählen lassen, versprach Dr. Hoffmann am 29.3.2007 im Storchen in Bamlach uns Bürgern: „Die negative Spirale müsse gewendet werden, die Uhr steht auf fünf vor zwölf, 32 Prozent Übernachtungsminus in den vergangenen 8 Jahren.“ „Man muss ohne Steuererhöhung die Einnahmen steigern.“ „Durch den Verkauf von Bau und Gewerbeflächen“. „Wir brauchen 5000 Einwohner.“ Dr. Hoffmann machte das Versprechen: „ Als Bürgermeister werde er einen Tourismusoffensive starten, und nannte die Formel: „ Mehr Gäste, mehr Übernachtungen, mehr Veranstaltungen, mehr Leben.“ Wenn die Tourismusbranche laufe, profitieren Einzelhandel, Handwerk, Zimmervermietung und die Gemeindekassen.“
„Bad Bellingen muss ein Markenzeichen werden.“
Das war auch mein Bestreben, seit ich 2004 Bürger von Bad Bellingen wurde. Das Drei Thermen Golfresort ist der Standort mit dem zweitgrößten Spielangebot (4 x 18 Löcher und 2 Kurzplätze) in ganz Deutschland.
Nach der Wahl habe ich von Dr. Hoffmann nie mehr solche Worte gehört. Er hat seine Wahlkampfversprechen nicht eingehalten. Die Übernachtungszahlen sind weiter gesunken.
19 Übernachtungsbetriebe haben in den letzten 10 Jahren zugesperrt. Ohne Camping und Thermen - Hopper - Übernachtungen sind die Übernachtungszahlen der übrig gebliebenen statistisch erfassten 29 Übernachtungsbetriebe in Bad Bellingen grausam. Dr. Hoffmann stand im Wort und hat es nicht gehalten.
Jetzt im Wahlkampf 2017/18 klangen Wahlkampfreden ähnlich und wir Übernachtungsbetriebe hoffen das es diesmal keine leere Versprechen werden, denn die angekündigte Unterstützung für Tourismus ist auch im Wort stehen. Es sind Versprechen.