Privater Arbeitskreis „Marke
Markgräflerland“
Hebelhof, Bellingerstrasse 5, 79415
Bad Bellingen
Tel.: 07635 82 44 930 Mail: hebelhof@dtgr.de
Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,
sehr geehrte Herren Bürgermeister, sehr geehrte Ratsmitglieder,
auf
die immer wieder gestellte Frage, was muss passieren um den Niedergang der
Übernachtungszahlen aufzuhalten, gab es für die privaten Partner bisher keine
befriedigenden Antworten. Nach all den Überlegungen sind Bemühungen um eine
Marke „Markgräflerland“ aus unserer Sicht das „Ei des Kolumbus“. Der Auslöser
unserer Überlegungen war die Versammlung „Interkommunales Tourismusmarketing“
am 24.05.2017 im Kurhaus von Bad Bellingen. Hier bekamen wir Anregungen über eine
gemeinsame Marke „Markgräflerland“
welche ganz neue Erkenntnisse brachten. In den Vorträgen stellte u.a.
Herr Prof. Dr. Valentin Weislämle (Studiengangsleiter Tourismus an der DHBW
Lörrach) 4 Punkte vor wie eine solche Mammutaufgabe sinnvollerweise angegangen
werden sollte, was für uns als einen sehr praktikablen Weg nachempfunden werden
konnte:
1. Man braucht einen Kümmerer
2. Eine Projektgruppe und das
Einbinden privater Partner
3. Ein Handlungskonzept
4. Einen externen Moderator
Das
waren Aussagen mit denen die privaten Partner etwas anfangen konnten. In der
Presse war nachzulesen, dass die privatwirtschaftlichen Akteure sich mehr
einbringen sollen. Dadurch fühlten wir uns aufgerufen.
Nachdem
in den letzten 10 Jahren ein Vielzahl an Übernachtungsbetrieben geschlossen
haben und Bettenkapazitäten in Wohnmöglichkeiten umgewandelt wurden, ist es
dringend notwendig gegenzusteuern, damit der Tourismus im Markgräflerland nicht
zur Nebensache wird.
Die
bestehenden privaten Partner müssen mit Zukunftsperspektiven gestärkt werden.
Die Frage muss erlaubt sein: „Was wäre zum Beispiel Bad Bellingen ohne Therme
und Golfplatz“ - alternativ hierzu könnte der Gast vor Ort weitere tolle
Thermen in der Region für die Gesundheit und Entspannung aufsuchen, zehn
weitere Golfplätze besuchen, unterschiedlichste Weine probieren, eine
einzigartige Landschaft erleben, das wärmste Klima Deutschlands spüren,
günstige Verkehrsanbindungen und Infrastrukturen nutzen, am Rhein die Seele
baumeln lassen, unterschiedlichste Sportarten wie z.B. Gleitschirmfliegen vom
„Blauen“ vornehmen, weitere Eindrücke in benachbarten Ländern erfahren und als
Abrundung viele Bürgerveranstaltungen und Weinfeste miterleben. Das alles macht
uns als Region einzigartig und begehrenswert und ist eine erfolgversprechende
Basis für eine Marke „Markgräflerland“, die uns unschlagbar macht.
Damit
dies ermöglicht wird, ist es wichtig, dass wir unsere gemeinsamen Kapazitäten
aus Kommunen und privaten Partnern bündeln und Synergien nutzen. Wir müssen im
Markgräflerland das Kirchturmdenken überwinden. In einem gebündelten
und aktiven Vermarktungsauftritt sieht der Arbeitskreis der privaten Partner
für den Tourismus im Markgräflerland eine bessere und nachhaltige Zukunft.
Auf privater Seite haben wir unsere Kirchtürme
vorübergehend hinter uns gelassen. Je mehr in meinem Betrieb hier in Bamlach und Hertingen über
die Marke „Markgräflerland“ unter den Gästen und Mitarbeitern diskutiert wurde,
haben wir die Aussage von Prof. Dr. Valentin Weislämle in seinem Vortrag, „die
privaten Partner müssen eingebunden werden“ und die Aufforderung von Frau
Astrid Siemes-Knoblich, „die privatwirtschaftlichen Akteure müssen erst Interesse
zeigen“, als Aufforderung verstanden. In allen Gesprächen die in der
Vergangenheit geführt wurden, bekam man die Aussage: „Gute Idee, aber bitte
keine Posten für mich!“ - so wurde klar, wenn die Absicht besteht, eine Marke
„Markgräflerland“ zu entwickeln, muss es einer tun, woraufhin der Arbeitskreis
„Marke Markgräflerland“ der privaten Partner in Hertingen entstand.
Wir
veranstalteten eine Infoversammlung am 3. Juli in Hertingen zum Thema „Marke
Markgräflerland“ und konnten dafür wieder Herrn Thorsten Rudolph
(Geschäftsführer Hochschwarzwald Tourismus GmbH) und Herrn Prof. Dr. Valentin
Weislämle gewinnen. Es waren 56 interessierte private Partner anwesend. Die
Gastredner haben sehr informative Vorträge gehalten. Es wurde anschließend
intensiv diskutiert und Fragen der Zuhörer beantwortet. Nach der Veranstaltung
sind 19 private Partner spontan dem Aufruf gefolgt, einen
privaten Arbeitskreis „Marke Markgräflerland“ zu bilden. Mit der Unterstützung
von Herrn Prof. Dr. Weislämle hat der Arbeitskreis mehrere Montage im Hebelhof
in Hertingen das Thema besprochen. Es gab sehr viel Zustimmung für das
Installieren einer Marke „Markgräflerland“ mit u.a. einer Gästekarte die viele
Angebote beinhaltet. Auch waren alle Beteiligten des Arbeitskreises einhellig
der Meinung, eine Marke „Markgräflerland“ kann nur aufgebaut werden, wenn die
Entscheider in den Gemeinden dies mittragen. Ganz klar ist allen, dass viele
Entscheidungen für eine Marke „Markgräflerland“ nur in den Rathäusern der
Gemeinden beantwortet werden können. Bei allen Entscheidungen sollte es jedem
klar sein, dass die weitere touristische Entwicklung der ganzen Region auf dem
Spiel steht. Bleibt es in der Zukunft bei dem Werbeflickenteppich, wird sich an
der jetzigen Situation nichts ändern - mit allen gebündelten
Kräften könnte das Markgräflerland zu einer erfolgreichen Dachmarke werden. Wir sollten uns im
Markgräflerland das Lernbeispiel und die Erfolgsstory „Hochschwarzwald
Tourismus GmbH“ als Vorbild nehmen. Damit es vorwärts geht, bittet der
Arbeitskreis der privaten Partner „Marke Markgräflerland“ die Bürgermeisterin
und alle Bürgermeister in der Region um
einen Gesprächstermin. Termin und Ort überlassen wir Ihnen.
Bürgermeister
Dr. Hoffmann aus Bad Bellingen hatte bei der Versammlung am 24.05.2017 kurz
entschlossen angekündigt: „Ich mache den Kümmerer!“. Der Arbeitskreis der
privaten Partner bittet darum, dass die Frau Bürgermeisterin und jeder
Bürgermeister in der Region die Rolle des „Kümmerers“ übernimmt, damit sich der
Tourismus im gesamten Markgräflerland positiv entwickeln kann.
Im
Namen des Arbeitskreises der privaten Partner
Mit
freundlichen Grüßen
Heinz
Wolters